{"id":396,"date":"2026-09-11T23:35:09","date_gmt":"2026-09-11T23:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/alf-1525.de\/wpcms\/?page_id=396"},"modified":"2026-09-11T23:35:09","modified_gmt":"2026-09-11T23:35:09","slug":"frueher-altdorf-heute-weingarten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/alf-1525.de\/wpcms\/frueher-altdorf-heute-weingarten\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcher Altdorf &#8211; Heute Weingarten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Heimat liegt im Landkreis Ravensburg \u2013 an der B30 zwischen Ulm und Friedrichshafen, 25 km n\u00f6rdlich des Bodensees.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als um 1950 Fundamente f\u00fcr Wohnbauten ausgehoben wurden, stie\u00df man auf eines der gr\u00f6\u00dften Gr\u00e4berfelder S\u00fcdwestdeutschlands, das rund 800 Gr\u00e4ber beinhaltete. Arch\u00e4ologen konnten anhand der Grabbeigaben feststellen, dass die Bestattungen im 5. bis 8. Jahrhundert erfolgt waren. So konnte man die Entstehung von Altdorf-Weingarten aufgrund dieser Alemannensiedlung genau festlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen besonderen Reiz hatte diese Siedlung wohl auch f\u00fcr die Franken, die sich an der ehemaligen R\u00f6merstra\u00dfe niederlie\u00dfen und das Christentum ins Land brachten. Sie errichteten auf dem Martinsberg, am heutigen Standort der Basilika, ein Gotteshaus und nannten die Ansiedlung \u201eAlachdorf\u201c (bed. Dorf mit Weihest\u00e4tte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 840 wurde der Ort von den Welfen besiedelt, und bis heute nennt sich Weingarten stolz die \u201eWelfenstadt\u201c. Die Welfen gr\u00fcndeten 1056 die Benediktinerabtei Weingarten. Diese Klosterkirche genoss besonderes Ansehen. Sie diente den Welfen als Grablege und wurde deswegen immer wieder von ihnen reich beschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Jahrhunderte wurde aus der Abtei das reichste und ber\u00fchmteste aller schw\u00e4bischer Kl\u00f6ster. Die Macht und der Reichtum der Benediktiner kam den Bewohnern wohl zugute, doch an eine st\u00e4dtische Selbst\u00e4ndigkeit war nicht zu denken. Die Sch\u00e4tze der Abtei gingen 1802 bei der S\u00e4kularisierung, der Verweltlichung des Ordens, verloren. Geblieben sind allein<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">die Barockbasilika (mit den Konventbaulichkeiten die gr\u00f6\u00dften Barockanlagen n\u00f6rdlich der Alpen) die weltber\u00fchmte Gablerorgel, die Welfengruft und vor allem die Heiligblutreliquie. Die Reliquie, nach \u00dcberlieferungen mit dem Blut Jesu Christi getr\u00e4nkte Erde vom Kalvarienberg, wurde 1094 von Juditha, der Gattin Welfs IV, dem Kloster vermacht und verleiht Weingarten bis heute einen hohen Rang als Wallfahrtsst\u00e4tte. Trotz des glanzvollen Auftakts mit der Ansiedlung der Welfen, waren die fr\u00fchen Jahrhunderte f\u00fcr Altdorf-Weingarten nicht gerade g\u00fcnstig. Der Wegzug der Welfen ins nahe Ravensburg und die Fremdbestimmung hinderte Altdorf viele Jahre lang an seiner st\u00e4dtischen Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kam 1618 der Beginn des 30-j\u00e4hrigen Krieges, von dem Altdorf nicht verschont geblieben ist. Seine Bewohner wurden in Scharen von Hunger und Pest dahingerafft. Als Kurf\u00fcrst Friedrich II. von W\u00fcrttemberg K\u00f6nig wurde und die Landvogtei Schwaben zugesprochen bekam, erreichte Altdorf einen Tiefpunkt in seiner Geschichte. 1810 kam auch das benachbarte Ravensburg zu W\u00fcrttemberg und das Oberamt wurde von Altdorf nach Ravensburg verlegt. Die v\u00f6llige Verarmung Altdorfs war die Folge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst 1865 erhob K\u00f6nig Karl Altdorf zur Stadt und erlaubte ihr, sich Weingarten zu nennen. Dem Schneidermeister Johann Michael Schatz ist es zu verdanken, dass es in Weingarten wieder aufw\u00e4rts ging. Er siedelte 1962 von Tuttlingen \u00fcber und begann mit der Herstellung von Strickmaschinen. Die Maschinenfabrik ist heute unter dem Firmennamen M\u00fcller Weingarten weltweit bekannt und ist der gr\u00f6\u00dfte Industriebetrieb der Stadt. 1949 wurde das P\u00e4dagogische Institut von Reutlingen nach Weingarten verlegt und 1962 zur Hochschule umgewandelt. Die Fachhochschule Ravensburg-Weingarten wurde in Weingarten angesiedelt. Der Wunsch nach Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbstbestimmung ist trotz zahlreicher Widerst\u00e4nde f\u00fcr Weingarten in Erf\u00fcllung gegangen. Nicht zuletzt durch eine zukunftsorientierte Grundst\u00fcckpolitik und Stadtplanung konnte die Eingemeindung verhindert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1974 darf sich die einstige Alemannensiedlung \u201eGro\u00dfe Kreisstadt\u201c nennen. Nat\u00fcrlich waren die Stadtv\u00e4ter auch bem\u00fcht, die Infrastruktur auszubauen, erfolgreich, wenn man die gelungene Stadtsanierung, die Schaffung des Schul- und Sportzentrums, des Lindenhofstadions, zus\u00e4tzlicher Kinderg\u00e4rten, die wiederholte Erneuerung und Erweiterung des St\u00e4dt. Krankenhauses sowie des Kultur- und Kongresszentrums betrachtet. Heute z\u00e4hlt die Stadt Weingarten ca. 25.000 Einwohner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unsere Zeitreise<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Verein erinnert an die Geschehnisse des Bauernkrieges 1525, der in Oberschwaben mit dem Weingartner Vertrag im April des Jahres 1525 beendet wurde. In Gew\u00e4ndern, Waffen und Zelten nach historischen Vorlagen versuchen wir die Geschehnisse dieser Zeit m\u00f6glichst detailgenau aufleben zu lassen und unternehmen dabei jedes Mal eine kleine Zeitreise zur\u00fcck ins 16. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschehnisse dieser Zeit sind durchaus spannend, da einige Umw\u00e4lzungen seiner Zeit den Ansto\u00df nahmen. Die beginnende Reformation ersch\u00fctterte das damalige Weltbild, drei\u00dfig Jahre zuvor wurde die \u201eNeu Welt\u201c entdeckt, mit dem Buchdruck war es m\u00f6glich Informationen schnell zu verbreiten, um nur einige Meilensteine zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den folgenden Seiten m\u00f6chten wir Sie einladen die Geschehnisse seiner Zeit in Oberschwaben nachzuverfolgen. Wer Lust versp\u00fcrt diese Welt einmal hautnah zu erleben, ist jederzeit bei uns willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir freuen uns auf Sie!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Heimat liegt im Landkreis Ravensburg \u2013 an der B30 zwischen Ulm und Friedrichshafen, 25 km n\u00f6rdlich des Bodensees. 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